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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  1. Ab welchem Alter soll mein Kind mit dem Zähneputzen beginnen?

  2. Welche Zahnpasta ist für mein Kind am besten geeignet?

  3. Wie kann ich die Zahngesundheit meines Kindes durch die Ernährung beeinflussen?

  4. Wann sollte der erste Zahnarztbesuch stattfinden?

  5. Sind Daumenlutschen oder ein Schnuller schlecht für mein Kind?

  6. Wie entsteht eigentlich Karies?

  7. Muss Karies an Milchzähnen behandelt werden?

  8. Sollen zerstörte oder trepanierte Milchzähne – mit oder ohne Fistel – belassen oder entfernt werden?

  9. Wann fallen Milchzähne in der Regel aus und werden durch bleibende Zähne ersetzt?

  10. Welche Kosten fallen bei einer Behandlung für mich an?

1. Ab welchem Alter soll mein Kind mit Zähneputzen beginnen?

Sobald der erste Zahn durchbricht, möchte er auch geputzt werden. Man beginnt mit einem feuchten Wattestäbchen, und bei mehreren Zähnen wird auf eine kleine Kinderzahnbürste umgestiegen. Kinder sind Selber-Macher und wollen das Zähneputzen spielerisch ausprobieren. Wenn Ihr Kind zuerst selbst putzt und Sie anschließend nachputzen, hat Ihr Kind Spaß – und die Zähne werden sauber.
Das Nachputzen ist notwendig, bis Ihr Kind flüssig Schreibschrift beherrscht und genügend Ausdauer zum gründlichen Putzen mitbringt.

2. Welche Zahnpasta ist am geeignetsten für mein Kind?

Ab dem ersten Zahn ist eine Kinderzahnpasta am besten geeignet. Sie kann Fluoride in geringer Konzentration zur Härtung des Zahnschmelzes enthalten und wird etwa erbsengroß auf die Zahnbürste gegeben. Kinderzahnpasta schmeckt mild, darf aber nicht süß sein, um absichtliches Verschlucken zu vermeiden.

Ab dem ersten bleibenden Zahn verwendet Ihr Kind Junior- oder Erwachsenenzahnpasta. Diese enthält mehr Fluorid und schützt die bleibenden Zähne effektiver. Juniorzahnpasta schmeckt meist milder als Erwachsenenzahnpasta.

3. Wie kann ich durch Ernährung Zahngesundheit beeinflussen?

JJeder weiß: Zucker macht Löcher in die Zähne. Was kaum jemand weiß: Nicht die Menge an Zucker ist entscheidend, sondern die Häufigkeit!
Süßigkeiten sind deshalb einmal täglich in Ordnung – aber nicht häufiger.

Auch Obst enthält Fruchtzucker; die bessere Alternative ist daher Rohkost.
Getränke für Kinder sollten frei von jeglichem Zucker sein – also auch von Fruchtzucker. Am besten geeignet sind Wasser, Tee aus Teebeuteln und Milch. Milch enthält zwar Milchzucker, aber auch Calcium, Phosphat und Casein, die den Zahnschmelz härten.

Mit der richtigen Darreichungsform oder nach einer Umstellungsphase trinkt jedes Kind gern Wasser, Tee oder Milch.

4. Wann sollte der erste Zahnarztbesuch geplant werden?

Ab dem ersten Zahn ist ein Aufklärungsgespräch mit anschließender Untersuchung sinnvoll. Sie erhalten alle wichtigen Informationen zur Zahngesundheit Ihres Kindes und können Erkrankungen vorbeugen.
Je früher Ihr Kind einen Zahnarztbesuch erlebt, desto leichter gewöhnt es sich daran.

Für Kinder sind drei Zahnarztbesuche pro Jahr empfehlenswert:
Im Milchgebiss verändern sich Strukturen schnell, und durch regelmäßige Gewöhnung baut Ihr Kind Vertrauen auf.

5. Sind Schnuller oder Daumenlutschen schlecht für mein Kind?

 

Langes Schnullern oder Daumenlutschen beeinflusst häufig die Zahnstellung. Folgen können sein:

  • ein offener Biss

  • verändertes Breiten- und Längenwachstum des Kiefers

  • Probleme mit der Belüftung der Nasennebenhöhlen

  • Lispeln oder erschwertes Abbeißen

Schnuller sollten bis zum 2. Geburtstag abgewöhnt werden.
Daumenlutschen ist schwerer abzugewöhnen – hier helfen Antilutschkarte, Daumengarage, dickes Einbandagieren, Bitterstoffe aus der Apotheke oder ein großes Kuscheltier.
Weitere Tipps erhalten Sie direkt bei uns.

6. Wie entsteht Karies?

Immer wenn wir Süßes essen oder trinken, bilden Bakterien in der Plaque Säure. Diese entkalkt den Zahn zunächst oberflächlich. Bei häufiger Zuckerzufuhr dringt die Säure tiefer in den Zahn ein und es entsteht ein Loch.

Kombinationen aus Zucker und Säure (z. B. Apfelsaft, Cola, Energydrinks) beschleunigen den Kariesprozess deutlich.

Sichtbare Karies kann durch Zähneputzen lediglich verlangsamt, aber nicht entfernt werden – dazu ist eine zahnärztliche Behandlung notwendig.

Zahnzwischenräume sind ohne Zahnseide kaum zu reinigen, weshalb dort oft Karies entsteht. Auch die Fissuren (Grübchen) der Backenzähne sind gefährdet; hier hilft eine frühzeitige Fissurenversiegelung.

Unser Tipp:
Weniger häufig Zucker, zweimal täglich gründlich Zähneputzen, Zahnseide benutzen und dreimal jährlich zur Kontrolle kommen.

7. Muss Karies an Milchzähnen überhaupt behandelt werden?

Ja.
Milchzähne sind wichtig für:

  • Kauen

  • Sprechen

  • Lachen

  • Platzhalterfunktion für bleibende Zähne

Die bleibenden Schneidezähne kommen ab dem 6. Lebensjahr, die Milchbackenzähne werden jedoch erst um das 12. Lebensjahr ersetzt.
Nur ein gesunder Milchzahn erfüllt seine Funktion.

Karies ist ansteckend und breitet sich weiter aus – auch auf bleibende Zähne.
Da Milchzähne weniger harte Substanz haben, erreicht Karies schneller den Nerv. Entzündungen können den bleibenden Zahnkeim schädigen.
Bei tiefer Karies wird daher der Nerv entfernt und der Zahn mit einer Milchzahnkrone wieder aufgebaut.

8. Wann fallen Milchzähne aus und werden durch bleibende Zähne ersetzt?

  • Milchschneidezähne: 5.–6. Lebensjahr

  • Sechsjahrmolaren (Schulzähne): brechen um diesen Zeitraum hinter den Milchbackenzähnen durch

  • Milchbackenzähne & Eckzähne: 10.–12. Lebensjahr

  • Danach: 7. Backenzähne, evtl. Weisheitszähne

Der Zahnwechsel kann auch früher oder später stattfinden.

9. Trepanierte oder zerstörte Milchzähne mit oder ohne Fistel. Belassen oder entfernen?

Dieses Thema wird häufig verschwiegen. Oft werden solche Zähne als „Platzhalter“ belassen. Wir sind der Ansicht, dass sie möglichst zügig entfernt werden sollten.

Gründe:

  • chronische Entzündungen im Knochen

  • Bakterienherde im Mund

  • fehlende Randleisten → schlechter Halt → kein echter Platzhalter

  • bleibende Zähne resorbieren Wurzelreste schlecht

  • störender Durchbruch der bleibenden Zähne → Fehlstellungen & Kreuzbisse

Ein herausnehmbarer, hygienischer Platzhalter (Schwarzsche Platte) ist in solchen Fällen sinnvoller.

Die Extraktion kann manchmal schwierig sein, besonders bei geringer Mitarbeit – dennoch sollte das Richtige getan werden.

10. Welche Kosten entstehen durch eine Behandlung?

Die Basisbehandlung übernimmt die gesetzliche Krankenkasse. Dazu gehören:

  • 2 Kontrolltermine pro Jahr (inkl. Röntgen, falls notwendig)

  • Betäubung

  • Zementfüllungen

  • Narkoseleistungen bis zum 12. Geburtstag

Für hochwertige Kunststofffüllungen fällt eine Zuzahlung an.

Vor Beginn der Behandlung erhalten Sie einen detaillierten Kostenvoranschlag. Sollten sich Kosten ändern, werden Sie selbstverständlich informiert.

Bei privaten Versicherungen erkundigen Sie sich bitte direkt bei Ihrem Versicherer.

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JONA

Jona Zentrum für Kinder - und Jugendzahnheilkunde
Josefine Nagy

Bahnhofstr. 7

86150 Augsburg

Anfahrt:

Autobahn A8 München - Stuttgart  /
Ausfahrt Augsburg-West Richtung Augsburg

©2018 Josefine Nagy, Augsburg

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